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Vorlesen? Auf jeden Fall!

Das Lesen eröffnet uns einen einzigartigen Zugang zu neuen Welten: wir lernen, erfahren und erleben, tauchen völlig in den Stoff ein. Vor allem beflügelt es unsere Fantasie und entwickelt unsere Vorstellungskraft und unser Denken. Und dies geschieht schon bei den Kleinsten: sie greifen neugierig nach dem Buch, entdecken die gedruckten oder bebilderten Seiten und hören fasziniert zu, wenn Mama, Papa, Opa oder Oma vorlesen. Mit dem Vorlesen kann man nicht früh genug beginnen!

Zahlreiche Studien belegen, dass sich frühes Vorlesen und Erzählen positiv auf den späteren Bildungserfolg der Kinder auswirkt, da mit dem Vorlesen wichtige Schlüsselkompetenzen sowie kognitive Fähigkeiten gefördert werden. Das Verständnis von Texten, das Erfassen von Inhalten und die Förderung der Konzentrationsfähigkeit werden ebenso geschult wie die Merkfähigkeit und Sprachkompetenz, was wiederum eine gute Vorbereitung auf den späteren Schulunterricht ist.

Daneben lernen Kinder mit dem Vorlesen auch Beziehungen zu anderen Menschen zu festigen und zu pflegen. Denn das gemeinsame Erlebnis und der emotionale Austausch mit der vorlesenden Person fördert die Empathie der Kinder und sie lernen, ihre Gedanken in Worte zu fassen.

Die Nikolaus Koch Stiftung möchte Eltern und Kinder so früh wie möglich für das Vorlesen begeistern und hat aus diesem Grund das Projekt „Vorlesespaß von Anfang an“ zusammen mit der Stiftung Lesen ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, Familien bereits früh zum Vorlesen und Erzählen zu motivieren.

In einem zunächst auf zwei Jahre befristeten Projekt werden ab September 2022, am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH Trier, am Marienhaus Klinikum Eifel und am Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich durch das Klinikpersonal Buchgeschenke an Eltern von Neugeborenen überreicht. Die überreichten Bücher sind dabei kleinkindgerecht aufbereitet und ermöglichen es bereits den Kleinsten durch visuelle und haptische Anreize einen ersten Zugang zum Medium Buch zu erhalten.

Daneben sollen die Familien das positive Gefühl einer Geburt mit der Präsenz eines Buches im Haushalt verknüpfen. Damit soll die Bereitschaft unterstützt werden, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und dem Kind schon früh über das Betrachten und Erzählen sprachanregende Impulse zu geben. Schließlich möchte das Projekt auf diese Weise auch einen Beitrag leisten, um gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen.

Die Projektidee basiert auf einem erfolgreichen Modellprojekt, das die Stiftung Lesen gemeinsam mit der Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg See You und dem Deutschen Kinderschutzbund Bezirksverband Frankfurt am Main e.V. in den Jahren 2020/2021 durchgeführt hat.

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