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Der Lerntreff in der Öffentlichen Stadtbibliothek Trier

Um flexible Lernraumoptionen zu schaffen, wurde im Jahr 2014 in der Öffentlichen Stadtbibliothek Trier der Lerntreff als neues Lernraumkonzept eröffnet. Vordergründig nur ein spezielles Raumkonzept in der Bibliothek ist der Lerntreff jedoch insgesamt die Verbindung einer neuen Raumgestaltung und neuen Technologien/Medien mit einem veränderten (Bildungs-)Konzept und daran angepassten Personalstrukturen.

Hintergrund des Lerntreffs war ein Konzept des Bildungs- und Medienzentrums, das sowohl die politische und öffentliche Verantwortung für die Themen Alphabetisierung und Grundbildung aufgreifen, als auch konkrete Maßnahmen über die Volkshochschulkurse hinaus etablieren sollte. So konstituierte sich 2011 das „Trierer Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung“. Gleichzeitig wurden Projektmittel des Bundes akquiriert, u. a. um das Maßnahmenangebot für die Zielgruppe zentral und dezentral in den Stadtteilen auszubauen. Mittel der Wahl sollten Lerncafés in den Stadtteilen sein, aber auch ein zentraler Lernort für Grundbildung in der Stadtbibliothek, eben der Lerntreff.

Bis heute hat sich der Lerntreff zu einem multifunktionalen Lernort entwickelt. Intendiert als barrierearmes Selbstlernzentrum ist er heute Lernort, Tagungsort, Kursort für die Volkshochschule, Beratungsstelle, Begegnungsstätte und einiges mehr.

Täglich suchen Schülerinnen und Schüler den Lerntreff auf, um Hausaufgaben zu machen oder sich gegenseitig Nachhilfe zu geben. Neben den spontanen Besuchern arbeiten über 20 Lerntandems regelmäßig im Lerntreff. Seit 2016 kommen mehr und mehr Neuzugewanderte, die den Lerntreff zum Spracherwerb nutzen. Gerade die Zielgruppe der funktionalen Analphabeten hat zudem einen Ort gefunden, den sie ohne Stigma aufsuchen und an dem sie (unterstützt) lernen kann.

 

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