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Beratungs- und Kompetenzzentrum für Hochbegabung

Als Resultat des Koalitionsvertrages des 14. Landtags von Rheinland-Pfalz (2001-2006) wurden an vier Standorten Angebote zur Hochbegabtenförderung an Gymnasien eingerichtet, darunter am Auguste-Viktoria-Gymnasiumin Trier. Gemeinschaftlich intendiert von Bildungsministerium, Schule und der Nikolaus Koch Stiftung sollte es in Trier dazu eine Begleitung aller Beteiligten geben, und zwar in Form des Beratungs- und Kompetenzzentrums für Hochbegabte unter der Leitung von Dr. Kerstin Sperber.

Das Beratungs- und Kompetenzzentrum für Hochbegabung am Auguste-Viktoria-GymnasiumTrier (AVG) in Trägerschaft des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland e.V. (CJD) war als Anlaufstelle für das Thema Hochbegabung sowie allgemein für schulpsychologische Fragestellungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrpersonen ausgerichtet. Die Arbeit des AVG wurde insbesondere auf dem Gebiet der Hochbegabtendiagnostik und Hochbegabtenförderung psychologisch-pädagogisch unterstützt. Im selben Zuge sollte Akzeptanz und Toleranz für Verschiedenartigkeit geweckt werden. Darüber hinaus wurde eine ganzheitliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler des AVG – sowie unter der Voraussetzung freier Kapazitäten auch anderer Schulen – in ihrer kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung angestrebt.

Im Schuljahr 2005/2006 startete die erste Klasse für Hochbegabtenförderung/Internationale Schule (HBFIS) am Auguste-Viktoria-Gymnasium. Im Schuljahr 2012/2013 hat der erste HBFIS-Jahrgang erfolgreich das Abitur bestanden. Die Durchschnittsnote aller HBFIS-Schülerinnen und -Schüler lag in diesem Jahrgang bei 1,7. Alle Abiturientinnen und Abiturienten meldeten positive Erfahrungen und entscheidende Entwicklungsimpulse nicht nur im kognitiven, sondern auch im sozialen und emotionalen Bereich mit und durch HBFIS zurück. Die Hochbegabtenförderung fungiert insgesamt als Motor der Schul- und Unterrichtsentwicklung am AVG, von der die gesamte Schulgemeinschaft profitiert.

Im Projektzeitraum wurden insgesamt rund 2.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Lehrkräften begleitet. Die Projektidee lebt nach wie vor weiter. 2014 ist daraus das „KAP-Kompetenzzentrum für angewandte pädagogische Psychologie“ hervorgegangen.

 

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