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Dialog im Dunkeln in Trier

Von Dezember 2018 bis Dezember 2019 fand in der profanierten Pauluskirche mitten in Trier die temporäre Dialog-im-Dunkeln-Ausstellung statt.  Dabei konnten Besucherinnen und Besucher die Erlebniswelt blinder und sehbehinderter Menschen hautnah erfahren und über die Begegnung mit ihnen den eigenen Horizont erweitern.

Dieses außergewöhnliche Ausstellungsformat wurde von der Nikolaus Koch Stiftung anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens nach Trier geholt. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer wurde die Dialogausstellung von der Trierer Förderstiftung gemeinsam mit dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz sowie der Globus Stiftung finanziell unterstützt.

In absoluter Dunkelheit führten blinde und sehbehinderte Mitarbeiter die Besucher in kleinen Gruppen durch einen Parcours. Dabei wurden unterschiedliche Alltagssituationen, wie z. B. der Besuch eines Marktes, einer Bar oder der Spaziergang durch den Park nachempfunden. Vernachlässigte Wahrnehmungskanäle wurden wach, die Sinne geschärft und es kam zu einem Rollentausch: Sehende mussten sich in der Dunkelheit auf die Hilfe von blinden Menschen verlassen.

Zielgruppe des Projektes waren insbesondere Kinder und Jugendliche, Schulklassen, aber auch Familien, Belegschaften von Unternehmen und anderen Organisationen. Im Ausstellungszeitraum erreichte die Ausstellung knapp 13.000 Besucherinnen und Besucher. Als außerschulischer Lernort wurde der „Dialog im Dunkeln“ insbesondere von vielen Schulen mit großer Anerkennung angenommen. Insgesamt besuchten in den acht Monaten 141 Schulklassen aus 53 Schulen aus Trier und der Region die Ausstellung. Neben den regulären Touren durch die Ausstellung bestand in der Pauluskirche zusätzlich die Möglichkeit, an Workshops und „Dinner im Dunkeln“ teilzunehmen.

Darüber hinaus schaffte das Projekt Beschäftigung für 13 blinde und sehbehinderte Menschen sowie acht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als großer Erfolg kann die durchweg positive Resonanz zu „Dialog im Dunkeln“ verbucht werden. Dies spiegelt sich einerseits in den zahlreich erschienen Medienbeiträgen wider sowie in dem Feedback der Besucherinnen und Besucher vor Ort.

Weitere Informationen zu „Dialog im Dunkeln“ unter www.dialog-in-trier.de und www.dialog-in-hamburg.de.

 

 

 

 

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