NKS

Neues Bildungsprogramm der Nikolaus Koch Stiftung fördert Sprachbildung in Kita und Grundschule

Die Nikolaus Koch Stiftung initiiert mit dem Bildungsprogramm „Bildungswerkstatt – entdecken. forschen. sprechen.“ ab dem Schuljahr 2026/2027 ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt in der Region Trier zur Stärkung von Sprachbildung mittels MINT-Angeboten bei Kindern.

Im Mittelpunkt steht sprachliche Bildung: beim gemeinsamen Forschen, Experimentieren und Entdecken entstehen vielfältige Anlässe, miteinander ins Gespräch zu kommen und Sprache aktiv zu nutzen. Um einen gelingenden Übergang zwischen Kita und Grundschule sicherzustellen, besuchen jeweils Tandems aus Kitas und Grundschulen gemeinsam die Bildungswerkstatt des Bildungs- und Medienzentrums am Domfreihof in der Innenstadt Trier. Dort entdecken die Kinder naturwissenschaftliche Phänomene, programmieren Roboter oder entwickeln eigene technische Konstruktionen.

Dabei wird das Forschen zum Sprachanlass: Die Kinder beschreiben ihre Beobachtungen, stellen Fragen und Vermutungen auf, erklären ihre Ideen und präsentieren ihre Ergebnisse. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte begleiten diese Lernprozesse und unterstützen die Kinder mit gezielten Fragen, sprachlichen Impulsen und passenden Materialien. So wird Sprachbildung unmittelbar mit dem eigenen Entdecken und Ausprobieren verbunden.

„Wenn Kinder gemeinsam forschen, entdecken sie nicht nur die Welt – sie finden auch Worte dafür. Genau dies soll das Programm erreichen: der natürliche Forscher- und Entdeckerdrang unserer Kinder schafft Sprachanlässe und gemeinsames Entdecken in der Gruppe wird zu einer Brücke zwischen Kita und Grundschule“, beschreibt Ivan Racic, Geschäftsführer der Nikolaus Koch Stiftung, die Zielsetzung des Modellprojektes.

Neben den Angeboten für die Kinder nimmt das Programm aber auch die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte in den Blick. Sie werden für die Begleitung des forschenden Lernens und zum Thema alltagsintegrierte Sprachbildung qualifiziert und tauschen sich einrichtungsübergreifend über ihre Erfahrungen aus. Umgesetzt wird das Bildungsprogramm in einer ersten Modellphase zunächst zwei Jahre, anschließend soll es unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation langfristig fortgesetzt werden.

Am Programm nehmen zunächst fünf Grundschulen sowie die Kitas teil, die im Rahmen des Übergangs mit diesen Grundschulen kooperieren. In der Stadt Trier konnten die Grundschule Heiligkreuz, die Egbert Grundschule sowie die Grundschule Reichertsberg für das Programm gewonnen werden. Ebenfalls am Programm teilnehmen werden die Kita Wichernhaus, die Kita St. Agritius, die Kita Walburga-Marx-Haus sowie die Kita St. Simeon. Ab 2027 sollen weitere Kitas und Grundschulen in der Region Wittlich sowie im Vulkaneifelkreis in das Programm aufgenommen werden.

Das Programm wird von der Nikolaus Koch Stiftung gemeinsam mit dem Bildungs- und Medienzentrum der Stadt Trier und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung umgesetzt. Die Universität Trier begleitet das Programm wissenschaftlich und untersucht, wie sich die Lernwerkstattangebote auf die sprachlichen Kompetenzen der Kinder auswirken und welche Bedingungen für eine wirksame Sprachbildung bei Kindern besonders wichtig sind.

NKS