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Berufsschule Richtung Zukunft

Wie können wir unsere Auszubildenden noch besser auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten? Lehrkräfte einer Berufsbildenden Schule in Trier zeigen mit viel Engagement, wie das an der Berufsschule gelingen kann.
Kfz-Mechatronik-Auszubildende im 3. Lehrjahr der Berufsbildenden Schule Gestaltung und Technik (BBS GuT) gingen im Dezember 2023 zwei Tage lang auf Entdeckungsreise durch den Studiengang Elektromobilität an der Hochschule Trier. In Vorlesungen, Laborexperimenten und im Austausch mit Studierenden konnten sie sich ein Bild vom Studium machen und angewandte Forschungsluft schnuppern. Prof. Matthias Scherer von der Hochschule Trier und die Lehrkräfte der Berufsbildenden Schule wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten, um die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker:innen zukunftsfähig zu gestalten und auch Möglichkeiten für den Übergang in ein Studium an der Hochschule aufzuzeigen.

Mit Ausdauer von der Projektidee zum Elektroauto
Startschuss für die Kooperation war das Programm „Zukunftsschmiede Berufsschule“. Die Projektidee der BBS GuT von und mit Auszubildenden im Bereich KfZ-Mechatronik wurde 2018 mit dem Nikolaus Koch Preis ausgezeichnet und in den vergangenen Jahren realisiert: Der gemeinsame Umbau eines gebrauchten Audi A2 zu einem Elektrofahrzeug durch die Berufsschulklasse und die Beschäftigung mit dem Thema Elektromobilität in Zusammenarbeit mit der Hochschule. Die Nikolaus Koch Stiftung unterstützte mit dem Preis die Umsetzung und ermöglichte die einjährige Projektbegleitung durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung im Programm „Zukunftsschmiede Berufsschule“.

Wie erfolgreich das Projekt umgesetzt und weiterentwickelt wurde, war nun anschaulich bei einem Termin an der Hochschule in Trier zu bestaunen. Das Fahrzeug ist inzwischen TÜV-geprüft und für den Straßenverkehr zugelassen. Die Nachhaltigkeit des Projektes war der Schule von Beginn an ein wichtiges Anliegen: Weitere Ausbildungsgänge und andere Ausbildungsberufe wie die Lackiererinnen und Lackierer werden bei der Gestaltung mit eingebunden und profitieren bis heute vom praxisnahen Projekt.
Vor Ort konnten sich auch die Vertreterinnen und Vertreter der Nikolaus Koch Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ein Bild davon machen, wie ihre Unterstützung bei den jungen Menschen in der Region ankommt und Bildungschancen erweitert.
„Es war besonders schön zu sehen, wie die Schüler an den praktischen Aufgaben gewachsen sind, die sie motiviert angegangen sind, auch wenn es mal schwierig wurde“, berichten die beiden Lehrkräfte. Ihre Projekte sollen den Raum „nach oben“ öffnen für die Potenziale der Schülerinnen und Schüler, in dem sich jede und jeder mit seinen Fähigkeiten im Team einbringen und wichtige Kompetenzen für die eigene berufliche Zukunft mitnehmen kann.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partner:innen eröffnet neue Möglichkeiten
Ziel der engagierten Berufsschullehrer Norbert Sudhoff und Thomas Brach bleibt es, die Schüler:innen fit zu machen für die Zukunft in einem Ausbildungsberuf, in dem die Anforderungen unter anderem durch die Digitalisierung stetig steigen. Besonders anschaulich und erfolgreich gelingt dies in der Projektarbeit: vom Audi-Umbau bis zur Programmierung moderner Sensoren an Robotern.

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